Andy Burnham sorgt bei Clubs für Alarm: mögliche Politik-Einmischung im City-Einspruch
Laut BBC Sport fürchten Premier-League-Vertreter eine politische Einflussnahme, nachdem Burnham die Situation rund um Manchester City heruntergespielt haben soll.
Mehrere Premier-League-Clubs sagen, sie seien besorgt über mögliche politische Einmischung in den Einspruch von Manchester City. Auslöser seien Aussagen von Premierminister Andy Burnham, der den Eindruck erweckt habe, das Urteil gegen den Verein zu relativieren. Wie BBC Sport berichtet, hätten einige Verantwortliche beim Hören der Worte gestutzt: Burnham erklärte, er wäre “wirklich besorgt”, falls die Eigentümer von City den Verein verkaufen sollten.
Club-Funktionäre hätten sich vor allem gefragt, was Burnhams Aussagen erreichen sollen, und bemängeln, dass dadurch der unabhängige Football-Regulator in eine heikle Lage gerückt werde. Gleichzeitig wird betont, dass das Verfahren rund um die Vorwürfe gegen City unabhängig von der Premier League laufe: Eine unabhängige Kommission habe im Jahr 2024 eine 42-tägige Anhörung durchgeführt, die zu dem Urteil vom letzten Monat geführt habe; eine zusätzliche Anhörung zu möglichen Sanktionen steht noch aus. City weist jedes Fehlverhalten weiter zurück.
Unabhängige Instanzen
Über den Einspruch entscheidet ein separates unabhängiges Berufungsgremium. Beim Thema möglicher Einfluss durch Politik gehen die Einschätzungen auseinander: Eine Quelle meint, das gesteigerte Interesse rund um Burnham mache eine Einmischung “unmöglich”; eine andere sagt, grundsätzlich gebe es “ein gewisses Maß an Sorge” – je nachdem, wie man den Satz interpretiere.
Burnhams Kommentare fielen in einem BBC-Interview mit Politik-Redakteur Chris Mason am Tag danach. Auf die Frage nach einem möglichen Schaden für “Brand Manchester” zog er eine Parallele zum Fall Everton: Dort waren zunächst 10 Punkte abgezogen worden, später im Berufungsverfahren auf sechs reduziert, weil gegen Finanzregeln verstoßen worden war. Anschließend stellte Downing Street klar, dass niemand “über den Regeln” stehe und der Prozess unabhängig weiterläuft; nach Kritik wurde außerdem die Formulierung geändert – von “if” zu “wherever”. Laut Bericht steht Burnham zudem wegen seiner früheren Beziehung zur Abu-Dhabi-Eigentümerseite unter Druck, als er Bürgermeister von Greater Manchester war.
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