Barça bestätigt Deals mit Ohana und Babylon Park
Die Mitgliederversammlung des FC Barcelona hat die Sponsoringabkommen mit Ohana Development und Babylon Park abgesegnet – inklusive langer Laufzeiten und Umsatzschätzungen.
Der FC Barcelona hat am Samstag grünes Licht für zwei Sponsoringabkommen gegeben. Laut Mundo Deportivo wurden die Details von Ferran Olivé, dem wirtschaftlichen Vizepräsidenten, erläutert. Beide Deals wurden mit Mehrheiten angenommen, allerdings fielen die Ergebnisse je nach Vereinbarung unterschiedlich aus.
Abstimmung in der Versammlung
Beim Abkommen mit Ohana Development gab es 308 Ja-Stimmen (69,53%) und 103 Nein-Stimmen (23,25%). Dazu kamen 32 Enthaltungen (7,22%) und 10 Enthaltungen. Der Deal mit Babylon Park erhielt 252 Stimmen dafür (57,15%) und 158 dagegen (35,82%), plus 31 Enthaltungen (7,03%) und 10 Enthaltungen. Mundo Deportivo betont, dass diesmal – anders als bei der Abstimmung zur Finanzierung des Espai Barça – keine Zweidrittelmehrheit erforderlich war.
Der erste Vertrag mit Ohana Development sieht eine 30-jährige Lizenz vor (bis 2055) zum Ausbau des Immobilienprojekts „FC Barcelona Residences“ im Persischen Golf. Außerdem wird das Unternehmen bis 2030 Partner Global. Babylon Park bzw. hier: Ohana soll außerdem drei Spielzeiten lang (von 2027-28 bis 2029-30) die Rückseite der Trikots der ersten Mannschaften der Männer und Frauen im Bereich nationaler Wettbewerbe und Freundschaftsspiele sponsern.
Zinsplan und Freizeit-Zentrum
Auch wenn die komplette Summe wegen Vertraulichkeit nicht veröffentlicht wurde, nannte Olivé den Rahmen: 10 Millionen Euro pro Jahr (30 Millionen insgesamt). Er bezeichnete es laut Mundo Deportivo als „bestes Sponsoring Europas“ für genau diese Position auf dem Trikot und erklärte zugleich, dass der Klub keine Kosten oder finanzielles Risiko übernimmt.
Parallel genehmigten die Mitglieder eine Konzession über 25 Jahre an Babylon Park für ein familien- und interaktives Unterhaltungzentrum mit 900 m² im Bereich des Barça Café am Spotify Camp Nou. Der FC Barcelona rechnet insgesamt mit rund 100 Millionen Euro Einnahmen: 20% des Umsatzes in den ersten fünf Jahren und 50% ab dem sechsten Jahr, dazu ein garantiertes Minimum von 1 Million Euro jährlich im ersten Fünfjahreszeitraum und 2 Millionen Euro pro Jahr danach.
Mundo Deportivo schreibt außerdem, dass Joan Laporta betonte, Babylon Park erfülle – wie alle kommerziellen Partner des Klubs – die strengen Vorgaben zu Menschenrechten. Die Prüfung sei vom Compliance-Bereich des Vereins gründlich durchgeführt worden. Mit beiden Zusagen will der Barça-Vorstand seine wiederkehrenden Einnahmen stärken und den Espai Barça ganzjährig beleben.
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