De Zerbi sucht den Weg, wie Tottenham endlich wieder trifft
BBC Sport analysiert De Zerbis Ansatz: Tottenham hat in der Premier League nach vier Spielen noch kein Tor erzielt, die Treffer kamen bisher nur aus dem EFL Cup.
Tottenham hat nach vier Spieltagen in der Premier League noch kein Tor erzielt. BBC Sport ordnet die torlose Phase auch in den Kontext ein, wie Roberto De Zerbi seine Ideen taktisch bei den Spurs etablieren will.
Druck erzeugen, dann vertikal werden
Laut BBC Sport setzen De Zerbis Teams häufig darauf, den Gegner zum Pressing zu verleiten – etwa durch ein langsameres Tempo und das Zurückspielen des Balls. Im nächsten Schritt soll das Spiel dann deutlich beschleunigt werden, um die Räume hinter den pressenden Spielern mit direkten Pässen oder kraftvollen Läufen auszunutzen.
Das passt zu einer Aussage, die der Trainer laut BBC Sport bereits 2020 in einem Coaching-Seminar gemacht hat: “Je stärker der Druck des Gegners, desto vertikaler wird unsere Aktion. Und je weniger Gegner hinter uns stehen, desto leichter wird es, ein Tor zu erzielen.”
Typische 2-3-2-3-Ordnung
Im Ballbesitz wirkten die Spurs oft wie in einem 2-3-2-3. Als Anker wird dabei meist ein defensiverer Sechser genannt, üblicherweise Rodrigo Bentancur, der vor den beiden Innenverteidigern die Mitte absichert. Die Grundstruktur bleibt relativ konstant, während es zwischen Flügeln, Außenverteidigern und zentralen Mittelfeldspielern Rotation gibt.
BBC Sport nennt zudem ein Beispiel auf der linken Seite: Andy Robertson kann höher aufrücken, während Omar Marmoush nach innen rotiert.
Spielerrollen und Rückkehr
Damit diese zentralen Kombinationswege in Tore umkippen, betont BBC Sport, dass mehrere Dinge zusammenpassen müssen: Die Spieler, die den Pass erhalten, sollen Druck gut aushalten können, und nicht jeder Profiltyp ist für diese Situationen gleichermaßen geeignet. Deshalb verweist der Artikel auf Anpassungen wie die Rotation zwischen Sandro Tonali und Archie Gray, der in bestimmten Phasen auch als rechter Verteidiger startet.
Außerdem dürfte die Rückkehr von James Maddison helfen: Er kehrte nach einer Schulterverletzung rechtzeitig für das Carabao-Cup-Spiel am Dienstag zuvor gegen Liverpool zurück.
Der Faktor Eingewöhnung
Zum Schluss macht BBC Sport klar: Selbst mit individueller Qualität braucht es Zeit, bis die Mannschaft neue Automatismen verinnerlicht. Als Kontrast nennt das Medium die frühere Spielweise unter Thomas Frank, bei der der Aufbau stärker über die Flügel lief und die Mitte eher übersprungen wurde, um das Risiko von Ballverlusten zu senken. De Zerbi trainiert dagegen einen unorthodoxeren, stärker zentralen Ansatz – und der muss erst richtig greifen.
Quelle: BBC Sport.
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