Die dreieinhalbwöchige Länderspielpause erhöht den Druck auf Trainer
BBC Sport prüft, ob die lange Septemberpause mehr Entlassungen auslöst: Fulham und Manchester United müssen vor dem Abflug liefern.
Eine lange internationale Pause kann für Trainer, die schon unter Ergebnisdruck stehen, zum zusätzlichen Problem werden. BBC Sport erinnert daran, dass in dieser Saison bislang zwei Coaches entlassen wurden: Paul Heckingbottom bei Preston North End und Michael Duff bei Wycombe Wanderers. Doch mit der nun anstehenden, verlängerten Pause schauen viele weitere Verantwortliche mit Sorge auf die nächsten Spiele.
Fulham gegen United als Test
Im Mittelpunkt steht das letzte Pflichtspiel vor dem Abflug der Spieler zu ihren Nationalteams: Fulham gegen Manchester United am Sonntag in Craven Cottage. Für Alvaro Arbeloa ist die Lage bereits besonders heikel. BBC Sport schreibt: Er wurde im Sommer als Fulham-Trainer verpflichtet, nachdem er bei Real Madrid in der zweiten Saisonhälfte nur 28 Spiele übernommen hatte. In der Premier League läuft es bislang aber nicht—ohne Sieg, dazu drei Niederlagen in den ersten vier Partien. Zusätzlich nennt der Bericht Gerüchte über Unruhe im Kader, die mit der Social-Media-Aktivität einiger Spieler zusammenhängen.
Auch Michael Carrick bei Manchester United steht unter Druck. Ausschlaggebend ist vor allem das frühe Aus in der EFL Cup: gegen Brighton verlor United 3:2. BBC Sport betont dabei, dass es das erste Mal seit 1976 war, dass United zu Hause mit zwei Toren Vorsprung geführt hatte und am Ende noch verlor. Dazu kommt die 1:0-Niederlage gegen Manchester City—trotzdem mit 10 Spielern auf dem Platz—und laut BBC Sport sind die einzigen Saisonsiege bisher gegen Ipswich Town und Sabah eingefahren. In so einem Umfeld braucht Carrick Ergebnisse.
Was macht die längere Pause?
BBC Sport ordnet das Ganze historisch ein: In den vergangenen zehn Jahren war es selten, dass ein Premier-League-Trainer so früh in der Saison entlassen wurde. Dennoch ist die Situation dieses Jahr anders—der erste Break dauert drei Wochen statt zwei und kommt später als früher. In diesem September-Zeitfenster gab es in den letzten zehn Jahren nur zwei Trainerwechsel während der Pause: Javi Gracia (Watford, 2019) und Nuno Espirito Santo (Nottingham Forest, letztes Jahr). Im Oktober waren es ebenfalls nur zwei Fälle.
Die Kernaussage des Artikels: Clubs nutzen die Länderspielpause selten, um den Coach direkt währenddessen zu wechseln—aber der Druck kann sich unmittelbar danach entladen. Tony Pulis erläutert, wann die Situation für Trainer kippt, und der BBC-Sport-Autor macht klar: Diese frühe Septemberpause bringt niemandem Vorteile, weil sie den Rhythmus unterbricht und Verletzungsrisiken durch frühe Reisen erhöht.
Quelle: BBC Sport.
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