Iraola trifft erstmals nach Bournemouth-Job wieder auf den Ex-Klub
Andoni Iraola steht vor seinem ersten Duell gegen Bournemouth seit dem Abschied und fordert nach dem Fulham-Remis mehr als nur Unentschieden.
Liverpool unter Andoni Iraola ist noch ohne Niederlage, aber die Stimmung ist ungemütlich: Zu viele Remis. Laut The Guardian wollte Torwart Alisson nach dem Spiel gegen Fulham keinen Trostpflaster-Start verkaufen. Er sagte sinngemäß, „dass man mit drei Unentschieden zwar ungeschlagen ist, das aber mit diesem Trikot nicht wirklich feiern sollte“. Das Team nehme den Keep-the-clean-sheet mit, sei „aber nicht im Geringsten zufrieden“ und müsse „auf große Dinge“ zielen.
Erster Besuch in Bournemouth
Am Sonntag steht für Iraola das erste Spiel gegen Bournemouth auf dem Programm – erstmals seit dem Ende seines beeindruckenden dreijährigen Engagements. Der Trainer erklärt, es werde „knifflig“, weil der Gegner „sehr genau weiß, was wir vorhaben“. Gleichzeitig betont er, er kenne „ihre Stärken und Schwächen“ und gesteht, dass das Spiel „komisch“ für ihn sein dürfte.
Lernen, aber ohne Ausreden
Der Vergleich mit der vergangenen Saison macht den Unterschied deutlich. Bournemouth war unter Iraola ein Remis-Spezialist: In der Premier League gab es 18 Unentschieden – klarer Rekord. Über Iraolas letzte 38 Liga-Spiele kamen 21 Remis zusammen, ein gemeinsamer Bestwert mit Mark Hughes. The Guardian ordnet ein, dass die Stichprobe in Liverpool noch klein ist, doch die Mannschaft sucht offenbar weiter nach Balance – auch weil Iraola regelmäßig auf Veränderungen in den Außenpositionen und im zentralen Mittelfeld reagiert.
Entscheidend ist der Kontext: Drei von vier Liga-Partien reichen derzeit, damit Arsenal und Manchester City früh einen bedrohlichen Vorsprung von sechs Punkten herausspielen. Die pfiffartigen Reaktionen auf die Heim-Remis gegen Nottingham Forest und Fulham zeigen nach Darstellung des Artikels, dass die Geduld in Anfield noch nicht zurück ist.
Iraola versucht die Linie klar zu halten: „Für mich sind die Anforderungen an Spieler und Positionen gleich. Ich gebe einem Spieler keine anderen Anweisungen, nur weil er mehr gekostet hat.“ Er müsse aber berücksichtigen, was einzelne Spieler können. Nach dem Carabao-Cup-Erfolg gegen Tottenham, bei dem mehrere Stammkräfte geschont und Talente eingesetzt wurden, bekommt er zudem neue Daten. Das Bournemouth-Spiel wird damit ein echter Gradmesser, ob die Lernkurve in Liverpool schon schnell genug in Zählbares übersetzt.
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