Roy Keane: Manchester United im “Chaos” nach Lisandro-Kritik
Lisandro Martínez schoss nach dem 2:0 gegen Atletico gegen die Vereinsführung; Roy Keane nennt es „ein Zirkus“.
Roy Keane, früherer Kapitän von Manchester United, hat die Situation im Club nach den öffentlichen Kritikpunkten von Lisandro Martínez scharf eingeordnet. Der Auslöser: die 2:0-Niederlage am Dienstag gegen Atletico Madrid in der Champions League, die die Serie ohne Sieg auf fünf Spiele verlängerte.
Im Podcast The Overlap machte Keane klar, dass Worte ausgerechnet in einer Krise besonders schlecht ankommen. „Einige Fans sagen, es sei großartig, andere, du lässt das Team im Stich – vor allem von einem Spieler, der nicht in Topform war, während das Team kämpft“, sagte Keane. Er fügte hinzu: „Als Abbild des Clubs ist dort natürlich Chaos, so ein bisschen wie ein Zirkus.“ Außerdem betonte er, man müsse erst „beim Mann im Spiegel“ anfangen, bevor man solche Kommentare raushaut.
Martínez hatte am Mittwoch in sozialen Medien erklärt, er habe aus „Wut und Frust“ gesprochen. Zuvor hatte er moniert, United habe sich im Sommer nach der Champions-League-Qualifikation nicht ausreichend verstärkt – und dabei auch Jason Wilcox ins Visier genommen. Keane stellte zudem infrage, ob Martínez überhaupt als „senior“ gilt.
Auch Gary Neville übte Kritik. Er verglich die Aktion mit Wayne Rooneys Aussagen im Jahr 2010 und sagte, das sei ein „direkter Angriff“ auf die Mitspieler. Neville meinte, ein erfahrener Profi wie Harry Maguire oder Bruno Fernandes würde „absolut wütend“ sein. Am Sonntag spielt Manchester United in der Premier League bei Leeds United.
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