Tottenham trifft nach vier Ligaspielen immer noch nicht: Zu wenig Abschluss, zu viel Wechsel
Laut The Guardian liegt das Problem nicht nur an fehlenden Toren, sondern an Rotationen, mangelnder Abstimmung und schlechter Effizienz.
Tottenham hat in den ersten vier Ligaspielen kein Tor erzielt – das gab es in der Premier League seit zwei Jahrzehnten nicht mehr. The Guardian betont: Die Ursache ist nicht allein die Torflaute. Die Spurs kommen zwar in gefährliche Zonen, scheitern aber daran, Chancen sauber zu erspielen und dann auch zu verwerten.
Zu viele Änderungen im Kader
Roberto De Zerbi versucht, eine eingespielte Mannschaft zu formen, doch die ständigen personellen Wechsel verhindern das. Seit dem ersten Spiel hat er in der Liga 12 Änderungen an der Startelf vorgenommen – mehr als jeder andere Trainer in der Liga. Durchschnittlich macht Tottenham dabei vier Änderungen pro Partie, damit fehlt dem Team die nötige Konstanz. Im torlosen Unentschieden gegen Everton am vergangenen Samstag lag die durchschnittliche Verweildauer der elf Startelfspieler bei 1,3 Jahren beim Klub.
Offensivwerte ohne Durchschlagskraft
Auch die Spielzahlen passen zum Bild: Tottenham führt die Premier League bei erfolgreichen Dribblings (46 take-ons). Trotzdem enden nur fünf dieser erfolgreichen Aktionen mit einer Chance oder einem Schuss. Ähnlich bei Ballgewinnen in vorderer Zone: Mit 34 High-Turnover-Sequenzen geht es zwar oft früh wieder in Ballbesitz, aber nur zwei davon führen zu einem Abschluss. The Guardian nennt außerdem, dass Tottenham aus solchen High-Turnovers nur bei 5,9% einen Torschuss erzeugt – der Ligawert liegt bei 19,9%.
Verletzungen erschweren den Start
Verletzungen helfen ebenfalls nicht. De Zerbi verwies auf Probleme in der Vorbereitung: Micky van de Ven habe sich in Australien verletzt, ebenso Domi Solanke und James Maddison. Mateus Fernandes habe dort eine Verletzung erlitten und 15 Tage verloren – „es geht nicht so schnell“.
De Zerbis Fazit
Nach der Carabao-Cup-Niederlage in Anfield sagte De Zerbi: „Wir müssen mehr schießen, besser schießen und die klaren Situationen besser verwerten.“ Laut The Guardian kommen die Spurs in der Box zwar zu 119 Ballkontakten, aber der Zeitraum bis zum Schuss ist zu lang: 3,97 Ballkontakte pro Torschuss in der Box, mehr als jedes andere Team.
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